Sport in Marburg

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Georg-Gaßmann-Stadion bei Nacht Marburger Stadtlauf; Foto von Heiko Krause Radfahren in Marburg Skatepark im Georg-Gaßmann-Stadion bei Nacht
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DFB Stützpunkt

Stützpunkttrainer Jan-Peter Troeltsch (von links), DFB-Stützpunktkoordinator Claus Schäfer, Wilfried Schmidt, Fachdienstleiter Sport der Stadt Marburg und Stützpunkttrainer Wolfgang Strümpfler präsentieren das DFB-Stützpunkt-Schild. (neues Fenster)Jugendfußball: Nachwuchsförderung ab sofort im Georg-Gaßmann-Stadion

Marburg. Am Montag nahm der neue DFB-Stützpunkt Marburg im Georg-Gaßmann-Stadion seine Arbeit auf.
von Michael Seehasen

Mehr als 40 Jugendliche, die in Sichtungsverfahren ausgewählt wurden, nehmen an dem zusätzlich zum Vereinstraining stattfindenden Einheiten im Rahmen des Talentförderprogramms des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) teil.
Die U12- und U13-Talente üben jeweils montags von 17 Uhr bis 18.30 Uhr, die Jugendlichen der U14- und U15-Jahrgänge in den nachfolgenden eineinhalb Stunden.



"Der DFB hat das Ziel, dass begabte Fußballspieler noch früher gesehen, erkannt und entwickelt werden", sagte der DFB-Stützpunktkoordinator für Hessen Nord, Claus Schäfer, der gemeinsam mit Wilfried Schmidt vom Fachdienst Sport der Stadt Marburg und den Stützpunkt-Trainern Wolfgang Strümpfler und Jan-Peter Troeltsch (beide Marburg) den DFB-Stützpunkt in Marburg vorstellte. "So wollen wir versuchen, dass talentierte Spieler in einem Fußball-Leistungszentrum, im besten Falle bei einem Bundesligisten, landen."

In den DFB-Stützpunkten, von denen es in Hessen 30 gibt, arbeiten immer drei qualifizierte Trainer, die mindestens die Fußball-B-Lizenz haben müssen, mit den Jugendlichen zusammen. Neben dem A-Lizenzinhabern Wolfgang Strümpfler und Thorsten Müller ist dies in Marburg zudem der B-Lizenzinhaber Mario Sälzer. "Wir stellen sicher, dass unsere Stutzpunkte von qualifizierten Trainern gelenkt und geleitet werden, die sich auch in der Region auskennen", sagte Schäfer.

Während in den beiden unteren Jahrgängen in den jährlich 40 Trainingseinheiten besonderer Wert auf die Schulung der individuellen Taktik und der Koordination gelegt wird, kommt bei den Älteren die gruppentaktische Ausbildung hinzu.
Da das Stützpunkt-Training meist auf dem ohnehin ausgelasteten Kunstrasenplatz stattfindet, mussten einige Vereine ihre Trainingszeiten dort reduzieren. "Wir leiden alle ein bisschen", bestätigte Strümpfler. "Aber wir tun das gerne, denn der DFB-Stützpunkt wird für die Jugendarbeit auch unheimliche Verbesserungen mit sich bringen."


Zuvor war der DFB-Stützpunkt in Stadtallendorf platziert. Der Vertrag wurde vom DFB ordnungsgemäß gekündigt. "Weder der DFB noch Stadtallendorf haben sich etwas zuschulden kommen lassen", stellte Schäfer klar. Vielmehr sei die Optimierung der Nachwuchsarbeit ausschlaggebend für den Umzug gewesen. Gut drei Viertel der Jugendlichen kämen aus dem Umkreis Marburgs. Für diese seien die Anfahrtswege in die Universitätsstadt kürzer als in den Ostkreis.


"Für uns ist die Stadt Marburg ein optimaler Vertragspartner", sagte Schäfer unter Hinweis auf die modernen Spiel- und Trainingsstätten im Georg-Gaßmann-Stadion.

"Wir sind schon ein wenig stolz, dass unsere Anlagen qualitätsmäßig anerkannt werden und das geschnürte Paket die Zustimmung beim DFB gefunden hat", freute sich Wilfried Schmidt. Die Neuausrichtung der DFB-Talentförderung weg von der kurzfristigen Ausrichtung und hin zu einer langfristigen Ausbildung decke sich mit den Grundlagen der lokalen Sportpolitik. Auch die Stadt strebe eine nachhaltige Förderung junger Talente über die schulsportlichen Angebote hinaus an. Mit der Modernisierung des Stadions habe die Stadt die Voraussetzungen geschaffen, den DFB-Stützpunkt nach Marburg zu holen.

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